Städtebaulicher und Freiräumlicher Wettbewerb „Klimaquartier“ Kronberg

Städtebaulicher und Freiraumplanerischer Wettbewerb „Klimaquartier“ Kronberg

Kategorie: Wettbewerb
Ort: Kronberg
AuftraggeberIn: Stadt Kronberg im Taunus
Fläche:  1 ha
Zeitraum: 2024
Status: abgeschlossen
verantwortlicher Partner: Jan Schulz
Team: Martina Babic, Julia Mroczynska, Marie Gunst, Fabio Milz,
Viktor Laier
Kooperation: DLA – Die Landschaftsarchitekten
Visualisierung: Christian Marrero

Der Entwurf verfolgt eine eindeutige Dramaturgie, die im Bestand bereits angelegt ist: eine stadträumliche Abfolge von West nach Ost, von großmaßstäblich zu kleinteilig, von öffentlich zu privat, von stark frequentiert zu zurückgezogen.

Diese Abfolge beginnt mit dem Zugang vom Victoria Park und dem Casals Forum sowie dem Bahnhof kommend als zentrale Orte des öffentlichen Lebens in Kronberg und endet mit einem kleinen grünen Plätzchen am östlichen Ende des Plangebietes als Übergang zu den östlich anschließenden Straßen- und Stadträumen.

Alle funktionalen Anforderungen – wie Parken, Erschließung, Rettungswege sowie Ver- und Entsorgung – werden gezielt an den Rändern des Quartiers gebündelt. Dadurch bleibt der zentrale Bereich des Quartiers frei für eine nutzungsfreundliche und klimagerechte Gestaltung, die sich konsequent am Maßstab Mensch orientiert. Diese Herangehensweise schafft nicht nur eine hohe Aufenthaltsqualität, sondern fördert eine lebendige, vielseitige Nutzung des Quartiers und erhöht den Wohnwert ganz wesentlich.

Klimaoptimierung, Biodiversität und Nachhaltigkeit stehen im Fokus des neuen Klimaquartiers. Der überwiegende Erhalt des Bestandgrüns und die Offenlegung des Winkelbachs tragen zur Schaffung eines lebenswerten Wohnquartiers in der Mitte Kronbergs bei.

 

Beide Gebäudetypen spiegeln unterschiedliche Wohnbedürfnisse wider: gemeinschaftsorientierte Wohnmodelle in dem großen Volumen Baufeld 2, kleinteiligere individuelle Wohnformen in Baufeld 3. 

Die Gebäude zeichnen sich durch eine ressourcenschonende und flächensparende Bauweise aus. Im Sinne einer wirtschaftlichen und kostengünstigen baulichen Umsetzung wird ein modularer Aufbau und hoher Versiegelungsgrad vorgesehen. 

Der Anteil der Erschließungsflächen wird auf ein Flächenminimum bei maximaler räumlicher Qualität reduziert. Aufgrund der jeweils zwei baulichen Rettungswege kann auf befestigte Zufahren und Aufstellflächen für die Feuerwehr in den Freianlagen verzichtet werden.